technologiewerte.de – 2 Fragen: Certego GmbH / Hochschulkooperation

Heute im Kurzinterview: Herr Torsten Hupe, Geschäftsführer der Certego GmbH, zum Thema „Hochschulkooperation“.

Die Certego GmbH ist ein industrielles Spin-Off mit Spezialisierung auf hochsichere Zutrittskontrollsysteme und hat ihren Sitz in Garching bei München.

Frage 1: In welchen Bereichen haben Sie bereits mit Hochschulen zusammengearbeitet beziehungsweise kooperieren Sie aktuell?

Schon im Vorläuferunternehmen der Certego GmbH hatten wir Kontakt mit mehreren in- und ausländischen Universitäten. Da für uns wichtige Aussagen bezüglich unserer Technologie aus Wirtschaftskreisen nicht ausreichend zufriedenstellend zu erhalten waren, haben wir grundsätzliche physikalische Gutachten auf dem Gebiet der Sicherheitsevaluierung in Auftrag gegeben und hierbei mit der Universität Münster, der TH Darmstadt, der Universität Budapest und bereits in einer rudimentären Form mit der TU München zusammengearbeitet. Es handelte sich um eine gewissermaßen einseitige Kooperation in klassischer Gutachtenform: Es gab eine konkrete Aufgabenstellung und wir als Unternehmen fungierten als Geldgeber und die Universitäten mit ihrem Wissen als Leistungserbringer.

In den letzten Monaten hat sich die Zusammenarbeit mit dem Chemiebereich der TU München in Garching hin zu einer 1:1-Beziehung entwickelt. Wir hoffen hierbei auf gemeinsame Projekte.

Stark intensiviert wurde auch die Kooperation mit dem Institut für Produktentwicklung; ebenfalls an der TU München. Die Universität bringt ihre konzeptionelle Stärke ein und wir unsere Stärke bei der Umsetzung in ein konkretes Produkt. So wissen wir also nicht nur subjektiv, sondern auch objektiv um die Stärke unserer Technologie.

Frage 2: Welche Formen der Zusammenarbeit mit Hochschulen planen Sie beziehungsweise würden Sie sich von den Hochschulen wünschen?

Am Ende des Tage ist eine GmbH gefordert, im Markt Geld zu verdienen. Um dies zu erreichen, tun wir uns mit komplementären Unternehmen zusammen, aber auch gerne in ähnlicher Weise mit Hochschulen.

Aus meiner Sicht könnten die Universitäten ihre Kommunikation verbessern und ihre Forschungsschwerpunkte klarer in der Öffentlichkeit darstellen. Das Finden des richtigen Ansprechpartners ist allzu oft mühsam. Es liegt sicherlich in der Natur der Sache, dass nur selten der kommerzielle, umtriebige Geist in puncto Geschwindigkeit und Verantwortungsübernahme herrscht wie man ihn aus der Wirtschaft kennt.

Externer Link: www.certego.com

technologiewerte.de – 2 Fragen: newCOMer GmbH / Hochschulkooperation

Heute im Kurzinterview: Herr Carl Spitzenberger jun., Gründer und Geschäftsführer der newCOMer GmbH, zum Thema „Hochschulkooperation“.

Die newCOMer GmbH ist Spezialist für Internet-Software-Systeme mit Sitz in Viechtach / Bayerischer Wald und einer Tochter im Raum Nashville / Tennessee.

Frage 1: In welchen Bereichen haben Sie bereits mit Hochschulen zusammengearbeitet beziehungsweise kooperieren Sie aktuell?

Carl Spitzenberger jun.: „Als niederbayerisches Unternehmen kooperieren wir freilich gerne mit den niederbayerischen Hochschulen: der Universität Passau und der FH Deggendorf. Für uns ist es wichtig, Kontakte sowohl zu deren Studierenden als auch zu deren Professoren zu knüpfen und zu pflegen; so habe ich schon an beiden Hochschulen über die Praxis der Softwareentwicklung referiert und die newCOMer GmbH hat sich am Stipendienprogramm des Forschungscampus Informatik der Universität Passau beteiligt. Auch gab es bereits erste Kontakte mit Passauer Informatik-Lehrstühlen im Bereich Datenbanktechnologie sowie im Bereich RFID. Bei der Entwicklung eines finanzmathematischen Softwaremoduls haben wir mit einem Passauer Lehrstuhl der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ein Projekt realisiert, bei dem der Lehrstuhl die benötigten Formeln erstellt hat und wir diese dann softwaretechnisch implementiert haben.“

Frage 2: Welche Formen der Zusammenarbeit mit Hochschulen planen Sie beziehungsweise würden Sie sich von den Hochschulen wünschen?

Carl Spitzenberger jun.: „Ich erinnere mich an ein spannendes Vortragsformat der FH Deggendorf, in dem Professoren und Professionals neueste Softwaretechnologien vorgestellt haben. Derartige Fachvorträge, die Unternehmer ansprechen und am besten abends angesetzt sind, erscheinen mir sehr wünschenswert.“
 
Externer Link: www.newcomer.de

technologiewerte.de – 2 Fragen: PENTA GmbH / Hochschulkooperation

Heute im Kurzinterview: Herr Helmut Müller, Mitgründer und Geschäftsführer der PENTA GmbH, zum Thema „Hochschulkooperation“.

Die PENTA GmbH ist eines der führenden Unternehmen für robuste, kompakte und lüfterlose PC-Technologie. Sie hat ihre Zentrale in Puchheim und unterhält Niederlassungen in Deggendorf, Düsseldorf und im Schweizerischen Eschenbach.

Frage 1: In welchen Bereichen haben Sie bereits mit Hochschulen zusammengearbeitet beziehungsweise kooperieren Sie aktuell?

Helmut Müller: „Hier sind zwei Hochschulen zu nennen: Die Fachhochschule Deggendorf und die Universität Passau. In Passau haben wir am Stipendienprogramm des Forschungscampus Informatik teilgenommen sowie erste Kontakte auf dem Gebiet ‚Eingebettete Systeme‘ geknüpft. Mit der FH Deggendorf kooperieren wir bereits seit vielen Jahren im Bereich einschlägiger Diplomarbeiten.“

Frage 2: Welche Formen der Zusammenarbeit mit Hochschulen planen Sie beziehungsweise würden Sie sich von den Hochschulen wünschen?

Helmut Müller: „Es wäre für uns sehr interessant, wenn Hochschulen bei Wärme- und Materialthematiken eingebetteter PC-Technologie aktiv auf uns zugehen und uns als Mittelständler mit langjähriger Industrieerfahrung in Forschungsprojekte einbinden würden. So könnten wir zum beiderseitigen Nutzen Theorie und Praxis verbinden.“

Externer Link: www.penta.de
 

Bayerische Cluster-Offensive stärkt die Wirtschaft

Presseinformation der Fraunhofer-Gesellschaft vom 11.12.2008 

Die 19 bayerischen Cluster stärken die Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Unternehmen. Dies belegt eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.

Ohne neue Produkte und Dienstleistungen gibt es kein Wachstum. Neues entsteht nur da, wo unterschiedliche Ideen zusammen finden. Der beschleunigte globale Wettbewerb zwingt Unternehmen dazu, das Innovationstempo deutlich zu erhöhen. Eine effektive Möglichkeit dieser Herausforderung zu begegnen, ist die enge Vernetzung in Innovationsclustern. Zusammenarbeit und Bündelung von Kompetenzen eröffnen neue Anwendungsgebiete und Marktchancen. Um Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in Bayern auszubauen, hat das Bayerische Wirtschaftsministerium im Februar 2006 die Cluster-Offensive gestartet. Seither arbeiten 19 Innovationscluster auf Gebieten, die für die bayerische Wirtschaft eine besondere Relevanz haben, wie Umwelttechnologie, Neue Werkstoffe, Luft- und Raumfahrt. Die Zwischenevaluation des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI zeigt, welche positiven Wirkungen schon jetzt feststellbar sind.

Wirtschaftsminister Martin Zeil erklärt: »Die Studie bestätigt, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen durch die Clusterarbeit verstärkt mit Forschungsinstituten zusammenarbeiten. Für solche Betriebe ist Forschung und Entwicklung sonst nur schwer zugänglich. Mit der Cluster-Offensive erreichen wir mehr Kooperationen.« Der Freistaat unterstützt diese Kooperationsplattformen mit 45 Millionen Euro für die Dauer von fünf Jahren. Aus dem Zukunftsprogramm »Bayern 2020« setzt Bayern zusätzliche Mittel von rund 30 Millionen Euro für einzelne Forschungsvorhaben ein. Damit soll der Wirtschafts- und Forschungsstandort Bayern gestärkt und das Technologie- und Innovationsmanagement aller Partner nachhaltig verbessert werden. Die Cluster bauen die regionalen Kompetenzen auf und sollen dazu beitragen, Wachstum zu sichern und Arbeitsplätze zu schaffen.

Dr. Alfred Gossner, Finanzvorstand der Fraunhofer-Gesellschaft, fasst die Ergebnisse der empirischen ISI-Studie zusammen. »Die überwiegende Mehrzahl der Cluster hat bereits Impulse gesetzt und neue Strukturen geschaffen. Schon nach eineinhalb Jahren bestätigt fast ein Drittel der Akteure eine positive Wirkung der Cluster-Offensive in den wichtigsten Zukunftsbranchen.« Durch den lebendigen Austausch profitieren die Beteiligten. So berichten 34 Prozent der befragten Unternehmen von deutlich engeren Kooperationen mit anderen Firmen, weitere 30 Prozent von verbesserten Kooperationsbeziehungen mit wissenschaftlichen Partnern. Die Forscher betonen in der Zwischenevaluation die Bedeutung der thematischen Vielfalt der Netzwerke. Denn Innovationen entstehen vor allem an den Schnittstellen der klassischen Disziplinen. Mittelständische Unternehmen haben sich neue Wege eröffnet. Manche hatten bisher wenig Kontakt zu Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Wichtig sei auch, dass die Plattformen offen sind für weitere Partner.

Erfolgsfaktoren sind übersichtliche und transparente Strukturen und ein ausgewogener Mix aus wissenschaftlichen Einrichtungen und unterschiedlichen Firmen. Weitere Verbesserungen lassen sich beispielsweise durch eine klare Strategie, frühzeitige Kommunikation über weitere Planungen oder eindeutige Ziel- und Leistungskriterien erreichen.

Die Potenziale können noch besser ausgeschöpft werden, wenn sowohl die Zusammenarbeit der Cluster untereinander intensiviert als auch innerhalb der Cluster maßgeschneiderte Projekte gefördert werden. Deshalb empfehlen die Experten im Zwischenbericht eine längerfristige Finanzierung der Clusterpolitik über die derzeit vereinbarten fünf Jahre hinaus, um mindestens zwei weitere Jahre.

Externer Link: www.fraunhofer.de